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Leo


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Abkürzung:
Leo
Deutscher Name:
Löwe
Koordinaten
vgl. Sterndaten

V. Sternkreiszeichen

Besonderheiten:

Allgemeines:

Das fünfte Zeichen des Tierkreises. Dieses Sternbild weist einen sog. Asterismus auf, die Sichel, deren Erscheinung einer sich wölbenden Mähne gleicht.

Sterne und andere Objekte

Der hellste Stern dieses Sternbildes, alpha Leo, Regulus (Bed.: der Kleine König) genannt, ist ein blau-weißer Stern (vom Spektraltyp B7 V) der Helligkeit 1.35 mag. Betrachtet man ihn furch ein Fernglas oder ein kleines Teleskop, so zeigt sich ein weiter Begleiter 8. Größe.
An der Schwanzspitze des Löwen befindet sich der wunderschöne blau-weiße Hauptreihenstern beta Leo, Denebola. Durch ein Teleskop betrachtet erscheint ein orangefarbener Begleiter, doch tatsächlich besitzen diese beiden Sterne keinerlei physikalischen Bindung zueinander - ja sind sind vielmehr weit im Raum von einander getrennt (nur ihre Position relativ zur Erde läßt sich nah einander erschienen).
Ein anderer optischer Doppelstern ist tau Leo; der "Begleiter" siebenter Größe dieses orangen Stern 5. Größe kann bereits mit einem Feldstecher beobachtet werden.
Der (echte) Doppelstern gamma Leo, genannt Algieba (des Löwen Mähne), ist ein herrlichen Paar, bestehend aus einem orange-roten Riesen von 2.6 Magnituden Helligkeit und einem gelben Riesen vn 3.8 Magnituden Helligkeit. Ein kleines Teleskop genügt bereits, um gamma Leo in seine Einzelsterne auszulösen. In Feldstechern wird in ihrer Nähe noch ein weiterer, nicht zu diesem System gehörender Stern 5. Größe, 40 Leo, sichtbar.
Der Doppelstern omega Leo (a 7390) gehört zu jenen Objekten, die nur schwer in ihre Komponenten aufzulösen sind. Man muss schon auf Teleskope mit einer Apertur von mindestens 250mm zurückgreifen, um die Einzelsterne trennen zu können. Die beiden Sterne umkreisen einander in einem Zeitraum von 117 Jahren.
Bereist mit sehr geringer optischer Hilfe läßt sich 54 Leo in ein Paar bestehend aus einem 4.5 mag und einem 6.3 mag hellen Stern auflösen.
Zwischen eta Leo und gamma Leo befindet sich der Doppelstern a 7704; um jedoch seine Komponenten zu trennen (zwei Sterne von etwa 7.5 mag), bedarf es schon eines Teleskops mit einer Apertur von 100mm.
Zeta Leo ist ein optisches Dreifach System; zeta Leo selbst besitzt eine Helligkeit von 3.44 Magnituden, seine beiden scheinbaren Begleiter, die man mit Hilfe eines Feldstechers sehen kann, sind von 6. Größe. Diese drei Sterne beitzen jedoch keine physikalische Bindung aneinander.
Der rote Riese R Leo ist ein langzeit-veränderlicher Stern. Seine Helligkeit schwankt mit einer Periode von 313 Tagen von 4.4 Magnituden bis zu 11.6 Magnituden (der Bright Stars Catalog gibt eine durchschnittliche Helligkeit von 6 Magnituden an). R Leo befindet sich in der Vorderpfote des Löwen.
Da sich Leo weit genug von dem Staub und den Sternenwolken der Milchstraße befindet, werden in diesem Gebiet die weiter entfernt liegenden Galaxien sichtbar. Es gibt eine ganze Reihe interessanter Galaxien in diesem Sternbild, jedoch sind sie keineswegs einfache Objekte für kleine Teleskope. Die drei Galaxien M65, M66 und NGC 3628 bilden ein sehenswertes und auffälliges Triple.
Bei dne anderen beiden Messier Objekte, M95 und M96 handelt es sich um zwei schwächere Spiralgalaxien. Für weitere Informationen und Beobachtungstips folge man bitte den Links in die Messier Datenbank.
Es gibt eine verhältnismäßig große Anzahl von Meteor Schauern, die mit diesem Sternbild in Verbindung gebracht werden. Der bekannteste davon sind die Leoniden. Dieser Schauer kommt aus dem Gebiet um gamma Leo und kann vom 14. bis zum 20. November beobachtet werden; das Maximum der Schaueraktivität fällt auf den 17. November. Obgleich die Anzahl der Meteore pro Stunde mit 10 bis 15 nicht allzu groß scheint, kommt es innerhalb eines Zyklus von 33 Jahren immer wieder zu einer verstärkten Aktivität. Der nächste spektakuläre Sturm wird für 1999 vorausgesagt.
Die Existenz des Schauers der Alpha Leoniden wurde zuerst vom Radio Meteor Projekt bestätigt. Dieser Schauer dauert vvom 13. Januar bis zum 13. Februar.
Vom 14. Februar bis zum 25. April sind die Beta Leoniden aktiv. Das Maximum kann man am 20. März beobachten.
Fast in die gleiche Zeit - vom 2. Februar bis zum 19 März - fallen die Delta Leoniden. Ihr Maximum liegt um den 22. Februar.
Ein sehr schwacher Schauer sind die Gamma Leoniden, die vom 14. August bis zum 12. September aktiv sind. Ihr Maximum fällt auf den 25. August.
Der Meteor Schauer der Rho Leoniden scheint fast nicht existent zu sein; er wurde Anfang der 60er Jahre durch Radio-Studien entdeckt. Seine "Aktivitätsphase" erstreckt sich auf den 14. und 15. März.
die Sigma Leoniden sein ein weiterer Schauer, dessen Existenz fraglich erscheint. Bislang wirde nur eine Beobachtung gemacht.
Detailierte Informationen zu allen Meteor Schauern kann man in Gary Kronk's Datenbank über Meteor Schauer finden.

Mythologischer Hintergund:

Eine der zwölf Aufgaben des Herkules war die Erschlagung des Löwen, den dieses Sternbild darstellen soll.



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C. Kronberg --- 97/02/17 --- smil@agleia.de